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Thailand 2005
Bangkok
 
 
Chinatown
Chinese Temple
Wat Suthat
Wat Traimit
Das Hotel
   
Bangkok - Chinatown
Chinsicher Buddha in Chinatown Bangkok

Ein paar Naechte in Thailands Hauptstadt Bangkok standen in diesem Jahr auch wieder der groben Reiseplanung. Die Gegend um die Sukhumvit mochte ich noch nie. Khao San Road ist zwar bunt aber auch nicht so mein Ding. In der Gegend um den Siam Square logierte ich mit einigen Unterbrechungen schon den vergangenen Jahren. Also musste in Sachen Bangkok mal eine neue Idee her. Die Anregung und letztendlich zuendende Idee kam ueber einen Beitrag auf TUK TUK - Thailand Reisetipps. Diesmal sollte es in Bangkok vorrangig China Town sein. Eine Gegend die ich bisher nur auf meiner zweiten Thailandreise einmal nachmittags kurz besucht hatte. Schon damals mochte ich dieses exotische Flair der Gegend. Im Bezug auf das Hotel viel die Entscheidung auf das Grand China Princess in der Yaowarat Road. Die Bilder sowie die Lage sah bei den Recherchen im Internet vielversprechend aus und es passte auch noch so halbwegs ins Reisebudget.
In Chinatown

Chinatown ist ist wieder Name schon sagt ein chinesisch gepraegtes Viertel im Herzen von Bangkok. Grob umrissen liegt es zwischen der Gegend um den Koenigspalast und dem Hauptbahnhof Hualampong in der Naehe des Chao Prayas. Der Koenigspalast verursachte auch indirekt die Entstehung dieses quirligen Viertels. Das urspruengliche Viertel der chinesisch abstammenden Bevölkerung in der Gegend des heutigen Bangkok lag naemlich genau dort wo der heutige Koenigspalast steht. Als sich nach dem Fall Ayuttayas das heutige Bangkok als Hauptstadt des Reiches von Siam entwickelte, mussten die Chinesen umsiedeln. Grund dafuer war unter anderem der Bau des Koenigspalastes in strategisch guenstiger Lage des Flusses. So entstand das heutige Chinatown rund um die Yaowarat Road im Herzen Bangkoks. Das Viertel ist also noch gar nicht so alt wie man es zum Teil vermuten koennte.

Chinatown ist natuerlich Geschmacksache und nicht jedermanns Sache. Es ist asiatische Exotik pur, aber streckenweise geht es vielleicht doch fuer einen Europaer im Urlaub doch zu hektisch zu. Aber interessant ist die Gegend auf jeden Fall und die exotische Schoenheit liegt im Detail zwischen der Hektik.

Chinatown gehoerte zu den duesteren Vierteln Bangkoks. Opiumhoehlen und Bordelle praegten die Gegend und es trieben sich in frueheren Jahren viele zwielichtige Gestalten rum. Heute ist davon kaum noch was auf den ersten Blick zu spueren. Dafuer ist Chinatown zu einem Handelszentrum fuer Waren aller Art geworden. Wem wundert das auch bei der chinesischen Dominanz im Viertel. Die belebteste Handelstrasse ist die Sampeng Lane oder auch Soi Wanit 1 genannt. Es ist eine schmale Gasse die sich quer durch Chinatown zieht. Fuer den Autoverkehr ist sie gesperrt und so wuehlen sich nur zahlreiche Mopeds durch die Gasse zwischen den Menschen. Das Ganze findet in einer unvorstellbaren Enge ab. Eine merkwuerdige Symbiose zwischen Leuten die motorisiert unterwegs sind und den Fussgaengern. Fuer jemanden der es nicht erlebt, eigentlich unvorstellbar und auch schwer zu beschreiben. Ich will es mal vorsichtig als hektische Gelassenheit bezeichnen. Eng und chaotisch anmutend, aber mit einer ungeheuren Ruecksicht untereinander. In den drei Tagen in Chinatown sah ich erstaunlicherweise nicht einen Unfall. Eines der wichtigsten Transportmittel ist die Sackkarre, auch sie praegt massgeblich die Atmosphaere in Chinatown.
Altes Handelskontor in Chinatown
In den Gassen von Chinatown

Zwischen der Sampeng Lane und dem Ufer des Chao Praya befinden sich dann etwas breitere Strassen wo sich zahlreiche grosse Handelskontore befinden. Diese Strassen sind dann auch wieder fuer den normalen Verkehr freigegeben und je nachdem wieviele Kontore gerade beliefert werden richtet sich der Verkehrsstau. Von diesen Kontoren aus kann man beobachten wie Karawanen von Sackkarren sich in Richtung der schmalen Gassen Chinatowns bewegen um die Einzelhandelsgeschaefte dort zu beliefern. Das Angebot der Einzelhandelsgeschaefte ist nach meinem ersten Eindruck mit dem der grossen Kaufhaeuser Bangkoks vergleichbar. Aber das shoppen in Chinatown ist doch was anderes als in den dagegen steril wirkenden Kaufhaeusern. Es ist einfach abwechslungsreicher weil es auch immer wieder alte chinesische Apotheken mit allerlei komischen Tinkturen gibt. Gewuerzlaeden die einen ganz eigenen Geruch verbeiten, dann wieder ein von aussen oft erst auf den zweiten Blick erkennbarer chinesischer Tempel zwischen den Laeden. Mal schnell in Gasse abgebogen und ploetzlich wird man zum Zuschauer eines Strassentheaters wo Szenen aus dem Ramakien nachgespielt werden. Zahlreiche Garkuechen mit allerlei asiatischem Leckereien gibt es natuerlich auch sehr zahlreich.

Chinatown wechselt auch je nach Tageszeit sein Gesicht. Die Morgenstunden sind recht interessant und gehoeren vor allen den Gemuesehaendlern. Hier geht es noch recht ruhig zu im Gegensatz, was dann im Laufe des Tages so passiert. In den Nachmittagsstunden wurde es selbst mir rund um die Sampeng Lane zu hektisch, da sich wirklich enorme Menschenmassen durch die Einzelhandelsgeschaefte schieben. Abends, glaube es war so gegen 19:00 Uhr, wird es dann schlagartig ruhig in der Sampeng Lane. Die Geschaefte schliessen und es wird nur noch der Tagesmuell zusammengeschoben. Waehrend dieser Zeit verlagert sich der Trubel in Richtung Yaowarat Road. Die Yaowarat Road ist eine der Hauptverkehrsadern durch Chinatown. Abends werden dort dann die zahlreichen Restaurants direkt an der Strasse und in den Nebengassen bevoelkert. An jeder Ecke schnuppert es anders und an den offenen Garkuechen sind kaum noch Plaetze frei. Ueberall wird gegessen, getrunken oder irgendwas in Tueten verpackt fuer den Schmaus zu Haus. Chinatown ist ein wenig wie ein abgeschlossenes Viertel und nachmittags hat man Probleme in das Viertel zu kommen oder es zu verlassen durch diverser Verkehrsstaus.
Yaowarat Road Chinatown

Aber theoretisch muss man das Viertel auch nicht verlassen, weil es gibt in Chinatown glaub ich nichts was es nicht gibt. Viel ist zu Fuss zu erreichen, was die relativ schlechte Anbindung an oeffentlichen Nahverkehrsmitteln wie der U-Bahn oder dem Skytrain wett macht. Neben Bussen gibt es noch die Moeglichkeit die Flusstaxis vom Rachawongse Pier zu nutzen um Chinatown zu verlassen. Sonst ist man mehr oder weniger auf Taxis angewiesen, was je nach Verkehrslage zu einem Problem werden kann.