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Thailand 2001
Khao Yai Nationalpark
 
 
   
Khao Yai Nationalpark
Haew Suwat im Khao Yai Nationalpark


Als zentralen Ausgangspunkt fuer Ausfluege in den Khao Yai Nationalpark und Umgebung, entschieden wir uns fuer die "Palm Garden Lodge". Eine sehr gepflegte Bungalowanlage in einem kleinen Ortsteil von Prachinburi. Die gleichnamige Provinz liegt suedlich des Khao Yai Nationalparks und ist deshalb auch sehr guenstig von Bangkok aus zu erreichen. Von der Anlage bis zum Khao Yai Nationalpark sind es gerade mal ca. 8 km. Das ist sehr wenig, seitdem auf Beschluss der Regierung vor einigen Jahren alle Bungalowresorts direkt im Nationalpark geschlossen wurden.

Dieses Gebiet wurde 1962 zum Nationalpark erklaert und gehoert somit zu den aeltesten Parks dieser Art in Thailand. Er ist der drittgroesste und sicherlich einer der schoensten Nationalparks. Durch den grossen Hoehenunterschied auf einer relativ kleinen Flaeche, gelangt man innerhalb kuerzester Zeit durch verschiedene Vegetationszonen.

Khao Yai Nationalpark
Die Palette reicht von Bambus-u. Eukalyptuswaeldern über Heidelandschaften bis zum urwuechsigen tropischen Regenwald. Dementsprechend vielseitig ist die Flora und Fauna in diesem Gebiet.

Aber auch im Khao Yai hat der Mensch seine Spuren hinterlassen. So gibt es im Nationalpark zwar noch eine geringe Population an sehr selten gewordenen Tieren, aber der normale Besucher wird sie nur mit etwas Glueck, viel Zeit und Geduld zu Gesicht bekommen, da sie die ausgeschilderten Wanderwege groesstenteils meiden und weit zurueckgezogen leben.
Ist ja eigentlich auch verstaendlich, denn immerhin handelt es sich beim Khao Yai um einen Nationalpark und er ist kein Tierpark oder Wildgehege. Und ein Nationalpark hat unter anderem auch die Aufgabe, Tiere zu schuetzen. Daher waere ich vorsichtig, mit den Versprechungen einiger Reiseverantsstalter, die bei diversen Nachtsafaris und aehnlichen Veranstaltungen, damit werben, was man so alles im Khao Yai an seltenen Tieren zu Gesicht bekommt.
Bei den Wanderungen durch den tropischen Regenwald war ich fasziniert von den der urwuechsigen Pflanzenwelt und den herrlichen Landschaften. Die Geraeuschkulisse ist auch gigantisch. Sie beschraenkt sich nicht nur auf das Zirpen von Grillen, nein auch viele Voegel singen wie die Weltmeister und einige Geraeusche konnte ich nicht deuten. Ab und zu raschelt es mal im Gebuesch und mit etwas Glueck bekommt man verschiedene Echsen zu Gesicht, die es aber teilweise sehr gut verstehen sich zu tarnen. Sehr schlecht getarnt und somit zum Glueck nicht zu uebersehen, sind die zahlreichen Schmetterlinge in den buntesten Farben, die einem staendig ueber den Weg flattern. Beruehmt ist der Khao Yai auch wegen seiner zahlreichen Wasserfaelle. Leider ist es in der Zeit, als wir in diesem Gebiet waren ( Ende Februar ), sehr heiss und trocken. Somit fuehren in dieser Jahreszeit die meisten Wasserfaelle kein, oder sehr wenig Wasser. Aber die fantastischen Ausblicke auf die Felsen, Berge und Schluchten von den Wasserfaellen aus, entschaedigt uns ausreichend fuer den Wassermangel in den Baechen und Fluessen. Khao Yai Nationalpar
Khao Yai Nationalpar
Quer durch den Park ziehen sich groesstenteils asphaltierte Strassen, welche die Stationen, die als Ausgangspunkt für Wanderungen dienen, miteinander verbinden. An diesen Stationen gibt es oft kleine Souvenirshops, Restaurants und Getraenkestaende. Die Getraenkestaende sind ganz wichtig, da das Wandern bei dieser Hitze einen maechtigen Fluessigkeitsverlust mit sich bringt, den man dann gleich wieder ausgleichen kann. In der Naehe der Sationen sieht man auch haeufig Tiere, wie zum Beispiel Hirsche, die jegliche Scheu vor dem Menschen verloren haben. Von diesen Stationen aus kann man auf ausgeschilderten Wanderwegen dann den Khao Yai sehr gut erkunden.
Auf den Strassen fallen uns grosse Mengen von Elefantenkot auf, aber leider bekommen wir keinen der noch freilebenden Dickhaeuter des Khao Yai zu Gesicht. Stellenweise wimmelt es an den Strassen von Affen, die dort wie Wegelagerer lauern. Sie belagern teilwiese so massiv die Strassen, dass man gezwungen ist langsam zu fahren oder zu halten. Offiziell ist das Fuettern der Tiere verboten, aber kaum jemand haelt sich daran.
An Wochenenden ist haeufig maechtig Betrieb im Khao Yai, da viele Wochenendausfluegler aus dem nahen Bangkok und Umgebung diese Tage nutzen um eine Tag im Gruenen zu verbringen. Da kann es einem schnell mal passieren, dass man anstatt exotische Tiere, einige Thai's aus dem nahen Bangkok sieht, die lautstark mit Stoeckelschuhen und einem Pappayasalat in der Hand ueber die holperigen Wanderwege des Khao Yai balancieren. Wer den Khao Yai mit seiner herrlichen Pflanzen-u. Tierwelt in ruhiger Atmosphaere geniessen moechte, der sollte versuchen, seinen Aufenthalt lieber wochentags einzuplanen. Es hat sich sicherlich herumgesprochen, dass der Eintrittspreis fuer Thailands Nationalparks mittlerweile 200 Baht fuer Auslaender betraegt. Daher koennen mehrere Besuche im Khao Yai Nationalpark ein groesseres Loch in die Urlaubskasse reissen, vor allen Dingen, wenn man mit Familie unterwegs ist. Aber die Provinz Prachinburi hat auch am Rande des Khao Yai Nationalparks einige sehenswerte Sachen zu bieten. Wir waren zweimal im Nationalpark und verbrachten die restliche Zeit in der Region, Langeweile kam auch hier selten auf.
Reisetipp
Uebernachtungstipp zum Khao Yai:
Palm Garden Lodge, Prachin Buri