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Thailand 1998
Kanchanaburi
 
 
River Kwai
Zugfahrt
   
JEATH - Museum und die Bruecke am Kwai
Auf dem River Kwai
Morgends puenktlich um 7.00 Uhr werden wie von unserer Reiseleiterin und einem Fahrer in einem Kleinbus am Hotel abgeholt. Waehrend der Fahrt durch Bangkok machen wir uns kurz mit den restlichen Teilnehmern der Reisegruppe bekannt. Mit uns fahren ein junges Paerchen aus Indien und ein aelteres Ehepaar aus Schweden. Alles sehr angenehme Leute wie sich im Laufe des Ausflugs herausstellen sollte.

Normalerweise mag ich diese Reisegruppenverantstaltungen nicht so. Aber in einer so kleinen Reisegruppe kommt das Gefuehl als Massentourist unterwegs zu sein gar nicht erst auf.

Nachdem wir das Verkehrschaos von Bangkok hinter uns gelassen haben wird die Gegend angenehm ruhig. Wir fahren an riesigen Kokusnussplantagen vorbei. Von unserer sehr charmanten Reiseleiterin erfahren wir, daß es sich um die "Koeniglichen Plantagen" handelt.
Fliegender Haendler vor dem Soldatenfriedhof In Kanchana Buri halten wir zum ersten mal und besichtigen einen grossen Soldatenfriedhof und erfahren einige interessante Dinge über den 2.Weltkrieg und den Bau der Eisenbahnlinie von Bangkok nach Burma. Natuerlich ist die Stimmung bei dem Gang ueber die Anlage etwas gedrueckt. Nach einer kurzen Autofahrt erreichen wir das JEATH-Museum.

Das Kernstueck der Anlage bildet einen originalgetreuen Nachbau einer Gefangenenbaracke aus der Zeit des Eisenbahnbaus. Die Abkuerzung JEATH steht fuer Japan, als Besatzungsmacht, England, Australien und Amerika sowie Holland für die Laender aus denen die Kriegsgefangenen kamen, und Thailand als besetztes Land zur damaligen Zeit.
In der Baracke sind Zeitungsdokumente, Bilder die heimlich von Gefangenen gemalt wurden sowie Fundstuecke (Waffen, Essgeschirr, Werkzeuge usw.) ausgestellt.
Der Gang durch die Baracke dokumentiert eindrucksvoll unter welchen menschenunwuerdigen Bedingungen im 2.Weltkrieg die Kriegsgefangenen hier untergebracht waren. Die gesamte Anlage ist ein gelungenes Mahnmal. Es veranschaulicht sehr deutlich, dass Krieg egal warum und weshalb immer Leid und Verderben für die Menschheit mit sich bringt. Doch leider wird meiner Meinung nach diese Tatsache vielen Leuten erst so richtig bewusst, wenn sie unmittelbar damit konfrontiert werden.
Direkt am Museum befindet sich ein Anlegestelle für Langboote, die wahrscheinlich jeder aus diversen James Bond Filmen kennt. Wir besteigen ein solches Boot. Und schon geht es mit rasanter Geschwindigkeit flussaufwaerts Richtung River Kwai Bridge, vorbei an huebschen riesigen Hausbooten und herrliche Bungalow Resorts. Von unserer Reiseleiterin erfahren wir, das auf den Hausbooten abends maechtig die Post abgehen soll. Aber am Tag ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen, das es sich hierbei um Bars und Restaurants handelt.

Dann kommt die beruehmte Bruecke in Sicht. Von dem Film "Die Bruecke am Kwai" hat wahrscheinlich schon jeder mal was gehoert. Der oscarpremierte Film hat aber mit den tatsaechlichen Geschehnissen nichts gemeinsam.
Schwimmende Hauser auf dem River Kwai
Wir fahren unter die Bruecke hindurch und dann ist leider die tolle Flußfahrt auch schon zu Ende.
Danach betreten wir die Bruecke von der man einen sehr netten Ausblick hat. Man kann sich kaum vorstellen, dass vor 50 bis 60 Jahren die ganze Gegend wie ein Dschungel ausgesehen haben soll, und eine einzige Fieberhoelle war, denn das Gebiet so weit das Auge reicht sieht sehr gepflegt und kultiviert aus. Natuerlich gibt es jede Menge Souvenir-u. Verkaufstaende, eben alles was das Touriherz so begehrt.